Freitag, 03. April 2020

Weber Seminar in der Feuerwehr Empelde

Torsten Winter von der Firma Weber Rescue referierte über den Wandel der Verletzungsmuster und Zahlen von eingeklemmten Personen nach Verkehrsunfällen sowie die angewandten Rettungstechniken. Anschaulich mit Zahlen wurde deutlich, dass die Unfälle & Schwerverletzen zurückgehen, sich aber die Anforderungen deutlich ändern aufgrund der fortschreitenden Bauweise der neuen Autos. Auch die Herangehensweise zur Rettung des Patienten änderte sich im Verlaufe der letzten Jahrzehnte deutlich. Während zuerst die Devise herrschte, die Person müsse so schnell es geht aus dem Auto befreit werden, hielt später die achsengerechte Rettung und die höchst möglich schonende Rettung für die Wirbelsäule den Einzug in die Praxis. Anhand von Statistiken lässt sich aber auch ein Wandel an den Verletzungsmustern erkennen. So sind die Sitze mittlerweile so gut schützend, dass die meisten Verletzen im Kopf- & Torso Bereich auftreten. Hierbei wird auch deutlich, dass die schnellere Rettung je nach Zustand des Patienten wichtig ist, da Verletzungen der  Wirbelsäule selten auftreten. Stichwort: Golden Hour.

Als Fazit konnte festgehalten werden, dass nicht die eine Möglichkeit der Weg zur besten Rettung ist, sondern situativ und in klarer kommunikativer Absprache mit allen Beteiligten eine optimale Rettungsmethode gewählt werden muss.

Daniel Kühle von der Firma Murer Feuerschutz gab anschließend Infos über die Schwierigkeiten von PKW Bränden von Elektro-Autos. Die Akkus, welche sich entzünden können, erreichen Temperaturen jenseits der 1000Grad Celsius und sich durch herkömmliche Methoden nicht zu löschen. Sie müssen herunter gekühlt werden. Schlagzeilen haben hier in den letzten Monaten Container gemacht, welche mit Unmengen Litern von Wasser gefüllt wurden, um das Auto dort herunter zu kühlen. Nur erfordert dies zum einen sehr spezielles Material und eine große Aufstellfläche der Container bzw. Mulde.

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