Sonntag, 16. Dezember 2018

! Achtung beim Betreten von Eisflächen besteht LEBENSGEFAHR !

Eisflächen auf Gewässern verlocken so manche Bürger/innen und insbesondere Kinder dazu, diese zu Betreten. Dies birgt eine hohe Gewahr, denn ob eine Eisfläche tragfähig ist lässt sich nicht so leicht erkennen.

Trotz der großen Verlockung sollten Eisflächen auf zugefrorenen Gewässern nicht betreten werden, denn das Eis kann auch nach langanhaltender Kälte noch immer brüchig und nicht tragfähig sein. Es besteht also LEBENSGEFAHR! Diese Gefahr kann durch große Menschenansammlungen noch erhöht werden, den diese beanspruchen das Eis stärker und können es überlasten.
Weißt die Eisfläche Risse auf oder knistert bzw. knackt diese, so besteht erhöhte Einbruchgefahr. Dies gilt auch für Eisflächen bei denen Wasser auf die Oberfläche tritt.

zugefrorener See

Eisflächen sollten nur betreten werden, wenn diese freigegeben wurden. Die örtlichen Medien informieren über freigegebene Gewässer. (So wird der Maschsee in Hannover zum Beispiel erst freigegeben, wenn dieser überall einen durchgehend tragfähige Eisdecke von min. 13 Zentimetern aufweist.)

Besonders Kinder sind gefährdet, da diese leicht die Belastbarkeit und Dicke der Eisdecke unterschätzen. Denn auch, wenn am Ufer das Eis dick und fest erscheint, so kann es ein paar Meter weiter schon ganz anders aussehen. Bricht ein Kind ein, so kühlen diese schneller als Erwachsene aus und haben schon nach wenigen Minuten kaum eine Überlebenschance. Erwachsene sollten mit gutem Beispiel voran gehen, und nur freigegebene Flächen betreten. Eltern sollten ihre Kinder eingehend vor diesen Gefahren warnen. 

Im kalten Wasser kühlen Eingebrochene sehr schnell aus. Dadurch verlassen diesen schnell die Kräfte, und er wird Bewegungsunfähig. In wenigen Minuten kann dadurch das Ertrinken drohen.

Sollte es zu einem Unfall gekommen sein, bei dem eine Person in das Eis eingebrochen ist, ist schnelles und durchdachtes Handeln wichtig. Hier sollten Sie die folgenden Hinweise beachten.

Übung Eisrettung

 
  • Rufen sie schnellst möglich die Notrufnummer 112 an. Genaue Angaben über den Ort und die Anfahrtsmöglichkeit erleichtern den Helfern die Anfahrt. Wenn möglich, lassen sie die Einsatzkräfte durch Passanten einweisen.
  • Immer die eigene Sicherheit beachten. Genügend Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle wahren. Wenn möglich vom Ufer aus handeln. Dem Eingebrochenen eine  Ast oder Rettungsring reichen. 
  • Niemals ins Wasser tauchen, um eine Person zu suchen. Überlassen sie solche Rettungsaktionen den Fachkräften der Feuerwehr. 
  • Eine gerettete und durchnässte Person muss vor weiterer Auskühlung geschützt werden. Eine medizinische Untersuchung ist auf jedem Fall notwendig. 

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